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Der Siegerhengst Cadilo kommt aus Ostholstein. © C. Beeck

Cadilo heißt der Holsteiner Siegerhengst des Jahres 2018. Der Sohn des Casall aus der Edwina v. Diarado (Stamm 2495) kam bei Klaus-Peter Wiepert in Neuratjensdorf zur Welt. Er war auch Besitzer des umjubelten Siegerhengstes von 2005, Diarado, gewesen, der inzwischen ein hoch erfolgreicher Vererber ist und bereits 43 bundesweit gekörte Söhne aufweisen kann.“Cadilo verkörpert alles, was ein Spitzenpferd ausmacht“, lobte der Berichterstatter Axel Wöckener. „Er war typvoll und korrekt, sein Springen war vom Allerfeinsten“. Cadilo wurde bei der Auktion für 155.000 Euro in die Schweiz verkauft
Holsteiner Verband


SHS 2018: Bart van der Maat (Niederlande) siegte nach zwei fehlerfreien Runden mit Queen Of Lightness im Großen Preis. © Lühn

Vom 24. bis 28. Oktober 2018 hatte Harm Sievers zu SHS Holstein International in den Holstenhallen (Justus-von-Liebig-Straße) eingeladen. Bart van der Maat (Niederlande; Foto: J. Lühn) zeigte sich mit Queen of Lightness als fliegender Holländer und holte sich mit zwei fehlerfreien Runden den Sieg. Der 24-Jährige wies bei seinem Erfolg seinen Chef Rolf-Göran Bengtsson (Schweden) in die Schranken. Platz 2 ging an Jan Meves (Mehlbek), der mit Dynastie lediglich eine Zehntelsekunde langsamer ritt als der Sieger.
Einzelheiten


Trakehner Siegerhengst 2018: Kattenau v. Honoré du Soir/Perechlest © Stefan Lafrentz

„Ein Hengst mit drei überdurchschnittlichen Grundgangarten, der in seiner körperlichen Reife noch etwas nachlegen wird, aber der in der Qualität seiner drei Grundgangarten unübertroffen war!“ So kommentierte Zuchtleiter Lars Gehrmann den Siegerhengst des Trakehner Hengstmarktes 2018, Kattenau v. Honoré du Soir/Perechlest, aus der Zucht und dem Besitz der Züchtergemeinschaft von Kurt und Michael Weippert aus Pfedelbach in Baden-Württemberg. Der typ- und bewegungsstarke Braune, der sich an allen Körtagen bestens in Szene setzte, glänzte zudem mit einem vorbildlichen Interieur – die stehenden Ovationen des Publikums nahm er gelassen entgegen. In der anschließenden Auktion ersteigerten Kunden aus Österreich den Trakehner Sieger für 270.000 Euro. Er wird nun auf der Station Galmbacher seine sportliche Grundausbildung erhalten.
Zum Trakehner Reservesieger avancierte der schwarzbraune Publikumsliebling Instagram v. Schwarzgold/Vivus aus der Zucht von Jörg Bustorff aus Groß Buchwald in Schleswig-Holstein, der die Zucht seines Vaters und Großvaters mittlerweile in dritter Generation fortführt. Der Hengst begeisterte das Publikum bei jedem seiner Auftritte. „Er versprühte stets die Aura des Besonderen und ist einer der Hengste mit dem höchsten Spezialblutanteil“, so Lars Gehrmann. In der Auktion kostete er 160.000 Euro, hat im fernen Taiwan eine neue Heimat gefunden, wird aber zunächst in Deutschland weiter ausgebildet.
Zu den weiteren Prämienhengsten zählten der Fuchs Giuliani v. Berlusconi/Kanudos xx (Z.: ZG Horst u. Isabel Ebert, Neckarsteinbach, B.: Hella Kuntz, Bad Wörishofen), der in der Auktion 50.000 Euro kostete, und Integer v. Millennium/Songline (Z. u. B. Dagobert Vester, Hennef), der von Henrik Schulze Rückamp für 38.000 Euro versteigert wurde. Im Schnitt wurden für die zehn gekörten Hengste 71.900 Euro angelegt.
Neun Elite-Stuten standen im besonderen Trakehner Aufgebot, für die im Schnitt 19.111 Euro bezahlt wurden. Teuerstes Juwel war die St.Pr.u.Pr.St. Inscription v. Ovaro/Glanzlicht aus der Zucht und dem Besitz von Rainer Kasch in Melsdorf, die für 25.000 Euro in Niedersachsen eine neue Heimat gefunden hat.
Save the date: Der Trakehner Hengstmarkt 2019 findet vom 7. bis 10. November in den Holstenhallen statt.
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Karawane sprang zum Gesamtsieg des Freispring-Cups
Trakehner Jahressiegerstute 2018: Belle Fleur v. Millennium
Trakehner Verband


Premiere in Tasdorf: Jan Philipp Schultz siegte mit Quintus im Großen Preis und feierte den ersten Zwei-Sterne-Sieg seiner Laufbahn. © Foto: Lühn

Genau weiß es kein Reiter, aber Ziele sollte man sich immer stecken: Jan-Philipp Schultz hatte eins und hat es erreicht – den Großen Preis von Tasdorf zu gewinnen. Und dieser Erfolg ist durchaus ein Familienprojekt. Quintus S 2, der Holsteiner Wallach von Quintero, stammt aus der Zucht seiner Mutter Ursula und gehört dem Stall Madrigal in Böbs, den sein Vater, der Olympiareiter Kalle Schultz, einst gegründet hat. Jan-Philipp hat den Wallach ausgebildet.
Schultz war mit der einzigen weiteren fehlerfreien Runde im Stechen des S**-Springens dann deutlich vorn. Mit dem Sieg hat sich der Springreiter aus Böbs zugleich wertvolle Punkte im Holsteiner Masters Springcup gesichert. Tasdorf war Auftakt der vierteiligen Serie in Schleswig-Holstein. Den Stilpreis gewann der junge Niederländer Bart van der Maat für seine sehenswerten Runden mit dem Holsteiner Hengst Casirano del Rilate. Van der Maat ist Bereiter im Stall von Rolf-Göran Bengtsson in Oelixdorf und wurde Fünfter.
8 Springprfg.Kl.S m.St.**, „Großer Preis von Tasdorf“, Holsteiner Masters Springcup-2018
1. Jan Philipp Schultz (Ahrensbök) auf Quintus S 2 *0.00 / 40.66
2. Tim Markus (Wasbek) auf Calinero 7 *0.00 / 47.68
3. Kai Rüder (Fehmarn) auf Cross Keys *4.00 / 38.64
4. Oliver Ross (Thedinghausen) auf La sorciere feu *4.00 / 43.25
5. Bart van der Maat (Breitenburg) auf Cassirana del Rilate *4.00 / 43.45
6. Michael Grimm (Enge-Sande) auf Vanea C *4.00 / 57.31
Informationen zu den Tasdorfer Turniertagen
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Siegerin der Weltcup-Kür: Helen Langenhanenberg dominierte mit dem Hannoveraner Damsey in der Dressur. © Stefan Lafrentz

Sie lachte und wirkte ganz entspannt: Helen Langehanenberg aus Billerbeck hat den Grand Prix de Dressage im Preis von Madeleine Winter-Schulze und damit die Qualifikation zur Grand Prix Kür, Preis der VR Bank Neumünster – FEI World Cup Dressage, gewonnen. “Ich war gut drauf, Damsey war gut drauf, der hat sich eindeutig wohl gefühlt und das Publikum war wie immer in Neumünster fantastisch”, unterstrich die Siegerin ihre Eindrücke. Die Mannschafts-Europameisterin ist schwanger, wird für das Finale im FEI World Cup Dressage im April nicht berücksichtigt, “aber im Sommer sind Damsey und ich dann wieder voll da”. Hinter der Siegerin reihte sich die Mannschaftskollegin Dorothee Schneider aus Framersheim ein, die am Samstag Geburtstag feiern kann. Platz drei eroberte der Däne Daniel Bachmann Andresen.
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Das Island-Pony Kompás von Heesberg wurde zum Sieger gekört. © Jörg Lühn

Vom 9. bis 11. Februar 2018 fanden Körung, Hengstschau und Schautag des Pferdestammbuchs Schleswig-Holstein/Hamburg in den Holstenhallen Neumünster statt. Von knapp 100 Hengsten aus 23 Rassegruppen wurden 54 Hengste gekört.
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Unlimited, der Siegerhengst von 2016 und Uriko-Nachkomme (Foto: J. Lühn)

In der Holstenhalle Neumünster wurden die Vererber der Holsteiner Verband Hengsthaltungs-GmbH (Elmshorn) gezeigt. Traditionsgemäß wurde die Präsentation mit dem Freispringen der Junghengste eingeläutet. Es gab ein Wiedersehen mit den jungen Vererbern von der Körung 2017 in Neumünster Crack v. Cornet Obolensky, Forino v. For Pleasure, Lewine v. Livello und United Way v. Uriko. 40 junge und ältere Hengste zeigten sich selbstbewusst und sprungsicher vor rund 3500 Besuchern, die aus ganz Europa zu Gast waren. Highlight war der Auftritt von Jahrhunderthengst Casall, der von Rolf-Göran Bengtsson gezeigt wurde.
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Top Union heizte ordentlich ein. (Foto: Jörg Lühn)

Die richtige Robe, den eleganten Smoking und die richtigen Schuhe sowie eine Menge Kondition – das waren die Zutaten, die rund 5.500 Gäste beim 19. Ball der Pferdefreunde dabeihatten, um in den Holstenhallen bis in die frühen Morgenstunden hinein zu feiern. In fünf Hallen wurden ausgiebig getanzt.
Eröffnet hatten den 19. Ball der Pferdefreunde Kristina Herbst, die Staatssekretärin Schleswig-Holsteins im Ministerium für Inneres, Ländliche Räume und Integration, und Dieter Medow, der Vorsitzende des Pferdesportverbandes Schleswig-Holstein e.V. “Erstens ist sich die Landesregierung durchaus bewusst, dass Schleswig-Holstein das Pferdeland Nummer eins ist und da lassen wir alle anderen Bundesländer auch nicht mitreden. Und das werden wir auch zeigen, unter anderem jetzt aktuell bei der Pferdesteuer, das Gesetzesverfahren ist auf einem guten Weg” unterstrich Kristina Herbst.
Eine Botschaft, die gut ankam bei den Pferdefans und die Dieter Medow nach wie vor erleichtert: “Wir sind froh über die Unterstützung, die wir vom Land und von den politischen Parteien bekommen. Der Pferdesport ist eine Sportart und Sport soll man nicht besteuern. Wir haben mit viel Akribie und viel Arbeit dieses Thema mit den Regierungsparteien aufgenommen. Ich bin sehr froh, dass unsere Argumente gehört wurden und auch überzeugt haben.” Schleswig-Holstein ist das erste Bundesland, das die kommunale Gesetzeshoheit für bestimmte Bereiche von übergeordnetem Interesse beschränken lassen will.
Medow und Herbst hatten zudem die vergnügliche Pflicht, den Spendenscheck über 2.150 Euro, der in jedem Jahr an ein Projekt im Bereich Pferdesport vergeben wird, an die stellvertretende Landesjugendwartin Dörte Kühl zu überreichen. Sie ist verantwortlich für das Projekt “Pony on Tour”. Die Initiative geht mit Ponys dorthin, wo sie Kinder und Jugendliche erreichen kann, an Schulen und Kindergärten. Etliche Kinder haben nicht den selbstverständlichen Kontakt zu Tieren, speziell Ponys und Pferden, einfach weil sich ihr Alltag geändert hat. Dieses Missverhältnis im Erleben der Umwelt soll mit “Pony on Tour” aufgebrochen werden – die Resonanz ist groß und positiv, wie Dörthe Kühl und Ulrike Dose-Dibbern, die die Umsetzung tatkräftig begleitet, unisono unterstrichen.
Übrigens wird im Jahr 2019 der Jubiläumsball – der 20. Ball der Pferdefreunde – in den Holstenhallen Neumünster am Samstag, 26. Januar, stattfinden.
Ein paar Impressionen von der Veranstaltung