Auf Schloss Wocklum: (v.l.n.r.) Thomas Ungruhe, Leiter der Abteilung Breitensport/Vereine/Betriebe der Deutschen Reiterlichen Vereinigung e.V. (FN), Ute Spieler (Stadt Neumünster),  Dieter Medow, Vizepräsident der Deutschen Reiterlichen Vereinigung e.V. und Vorsitzender des Pferdesportverbandes Schleswig-Holstein e.V. und  Gisela Hinnemann, Präsidiumsmitglied der Deutschen Reiterlichen Vereinigung e.V.

Deutschlands pferdefreundlichste Gemeinden und Regionen des Jahres 2014 wurden Mitte Juni 2015 bei den Deutschen Meisterschaften im Dressur- und Springreiten in Balve ausgezeichnet. Fünf Gemeinden und drei Regionen dürfen sich mit dem Titel „Bundessieger“ schmücken, den die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) seit 1991 alle vier Jahre vergibt.
In der Kategorie „Pferdefreundliche Region“ wurden drei Preisträger ausgezeichnet, die bereits Landessieger wurden: Im Landespferdesportverband Baden-Württemberg ging der Titel an den Landkreis Ostalbkreis, in Bayern an den Landkreis Arberland Bayerischer Wald und in Schleswig-Holstein an die Region Schusteracht. Für den Titel „Bundessieger Pferdefreundliche Gemeinde“ waren die Gemeinde St. Märgen (Baden-Württemberg), Flecken Steyerberg (Hannover), Horka (Sachsen), Stadt Neumünster (zum dritten Mal nach 2002 und 2012) und die Stadt Fröndenberg/Ruhr (Westfalen) vom jeweiligen Landesverband nominiert.

Schätzungsweise 1.100.000 Pferde leben in Deutschland, Pferde, die von rund 700.000 Mitgliedern in rund 7.600 Reit- und Fahrvereinen als Freizeit- und Sportpartner betreut werden; Pferde die bei Züchtern aufwachsen und für den Fortbestand der Population sorgen; Pferde, die der Landwirtschaft und dem Fremdenverkehr wichtige Einnahmequellen bieten; Pferde, die als Kulturgut die Landschaft prägen und bereichern.

Ohne günstige Rahmenbedingungen können Pferdehaltung und Pferdesport in immer dichter besiedelten Regionen, in Zeiten landwirtschaftlicher Umstrukturierungen und schließlich unter Berücksichtigung der Bedürfnisse des Natur- und Landschaftsschutzes nur schwerlich gedeihen. Günstige Rahmenbedingungen aber müssen vielfach erst durch Kommunen geschaffen werden.

Vor diesem Hintergrund vergeben die Deutsche Reiterliche Vereinigung und die Landespferdesportverbände alle vier Jahre die Auszeichnung „Pferdefreundliche Gemeinde“ oder „Pferdefreundliche Region“ an solche Städte, Gemeinden und Regionen, die durch aktive Unterstützung, durch Stadt- und Regionalplanung (zum Beispiel Reitwegenetz) und sonstige Initiativen Pferdezucht, Pferdehaltung und Pferdesport fördern.

Ausgezeichnet werden Leistungen der Gemeinde/Region, die die Ausübung von Pferdehaltung, Pferdesport und Pferdezucht gefördert haben und künftig fördern. Dabei zählen beispielsweise die Planung, Bereitstellung und Unterstützung bei der Beschaffung von Flächen ; die Förderung von Bau und Betrieb von entsprechenden Anlagen, die Planung, Ausweisung, Herrichtung und Unterhaltung von Reit- und Fahrwegen und Anbindung an überörtliche Wegenetze oder die landschaftsgerechte und umweltfreundliche Einbindung von Anlagen zum umfangreichen Kriterienkatalog der Ausschreibung.